Archiv des Autors: Alexander Bersch

Es hat keiner gesagt…

Es hat keiner gesagt, dass es einfach sein würde…
Unsere Muskeln geben Zeugnis von der Bergetappe.

Nobody ever said it would be easy…
Our muscles bear witness to the leg of the journey through the mountains.

Nadie dijo que sería fácil…
Nuestros músculos son testigos de la etapa del viaje a través de las montanas.

Der Tag, an dem wir Feuer fingen

Auf einmal war es da: Wir hatten endgültig Feuer gefangen. An diesem Abend in Mailand hat einfach alles gepasst und es war etwas mit uns passiert.
Den ganzen Tag über schon war die Stimmung ausgesprochen gut, aber als die Fackel in der Unterkunft ankam, war es als ob nun ALLE Herzen voll und ganz brennen. Aus dem Funken, war ein Feuer gewachsen und dieses Feuer fand an diesem Tag seinen Höhepunkt!
Wir waren eine Gemeinschaft – eine brennende Gemeinschaft!
Während des Abendessens kochte die Stimmung im Raum. Laute Fackellauf-Rufe, Laola-Wellen, Gesänge und viel Geklatsche! Dieses Erlebnis war einfach nur krass!
Danach ging es zum Abendgebet und auch dort lebten wir unseren Glauben im Gebet und in Gesängen. Dann folgte der Film über den Fackellauf 2009.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt war das Gänsehaut-Feeling garantiert.
Ich weiß nicht, was der Grund war, dass genau an diesem Abend dieses Feuer in uns loderte.
War es der Fakt, dass wir die Hälfte geschafft hatten?
Lag es an dem guten 4-Gänge-Menü, dass wir vom Jugendzentrum in Mailand serviert bekommen haben?
Oder doch die Tatsache, dass wir wussten, dass die Königsetappe über den Gotthard-Pass vor uns lag
Ich weiß es nicht, doch werden wir alle diesen Tag vermutlich nicht so schnell vergessen – diesen Tag an dem wir Feuer fingen.

Angekommen!

Angekommen in der Unterkunft nördlich von Mailand!
Yeeeehaa!

Am Ende stehen für das PR-Auto:
9 Stunden 38
Minuten
306 km
Durchschnitts-Geschwindigkeit: 31 km/h
Durchschnittverbrauch: 8 Liter

und jetzt wartet ein 4 Gänge-Menü auf uns 🙂
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„Scusi, Scusi!“

Die eindeutig lustigste Aktion des Tages, stammt natürlich aus dem PR-Auto (von wo denn auch sonst)
Wir hielten an einer Parkbucht, die sehr verlassen war. Ledigleich EIN anderes Auto parkte dort. Der Fotograf und der Kameramann steigen zum gefühlten 100. Mal aus, um Aufnahmen der Läufer zu machen.
Dieser Prozeß hat sich mittlerweile zu einem eingeprägten Automatismus eingespielt: Aussteigen – Aufnahmen machen – Einsteigen.
Die zwei stiegen auch wieder ein – Leider hatten sie sich im Auto vertan 😀
Schneller als der Fahrer des schwarzen Fiat mit seinem Sohn auf der Rückbank gucken konnte, waren unser Kameramann und der Fotograf eingestiegen, bevor sie ihr Missgeschick feststellten.
Danach folgte ein kurzes „Scusi, Scusi“, bevor die zwei in völligem Lachflash in das richtige Auto stiegen.
Danke an den Italiener für seinen guten Humor in dieser Situation 😀

Gorgonzola

Die Fackel nähert sich dem Tagesziel.
Gerade laufen wir durch den Ort „Gorgonzola“. Ob uns heute Abend auch eine gleichnamige Delikatesse erwartet?