Archiv der Kategorie: 11.10.2014

Ein normaler!? Tag im Leben des Fackelläufers

Ein normaler!? Tag im Leben des Fackelläufers

Fackelläufer zu sein und die Fackel rennend fortzubewegen scheint vor allem körperlich anstrengend zu sein. Dass darüber hinaus aber noch ganz andere Herausforderungen anstehen, zeigt meine heutige Tagesetappe.

2.15 Uhr: Der Wecker klingelt. Nach ca. 1,5 h Schlaf. Müde aber voller Erwartung komme ich relativ gut aus dem Bett. Ich wecke die Laufgruppe und wir beginnen, den Läuferbus mit allem Notwendigen zu beladen. Alles verläuft nach Plan.

2.55 Uhr: Entsetzung: Das Läuferauto will nicht anspringen und in fünf Minuten sollten wir loslaufen. Also: Anschieben. Nach 10 Minuten läuft das Auto wieder und wir sind schon mal warm fürs Laufen.

3.20 Uhr: Das Läuferauto hält am Straßenrand um den Läufer zu filmen. Plötzlich hält ein Auto der Carabinieri neben uns und zwei Polizisten kommen auf uns zu. Unser Adrenalinspiegel steigt in die Höhe. Was wollen die jetzt von uns? Das wissen wir auch jetzt noch nicht, denn die Sprachbarriere war doch zu hoch. Jedenfalls ließen sie uns laufen.

4.00 Uhr: Das GPS-Gerät sagt: Links abbiegen. Hä, wo? Ach ja, dieser Feldweg hier. Wir versuchen es und folgen mit dem Auto unserem Navi. Läufer und Fahrradfahrer hinter uns. Es ist dunkel, Nebel zieht auf und die Fahrbahn wird immer weniger Fahrbahn und mehr Geisterbahn. Plötzlich tauchen vor uns wie aus dem Nichts ein paar Augen auf. Im Licht unseres Scheinwerfers sehn wir einen verwilderten Hund. Einen Hund? Nein, mindestens 20! (Das ist kein Witz und auch keine Übertreibung, sondern die harte Realität) Wütendes Bellen schlägt uns entgegen und wir überlegen fieberhaft, was zu tun ist? Verstecken – mit Fackel schwierig, wegrennen – aussichtslos, kämpfen – kontraproduktiv. Es bleibt nur ein: Der Läufer und Radfahrer müssen ins Auto. Erste Vorbereitungsmaßnahmen für die Rettung laufen an, doch da geschieht das Wunder. Der Fackelläufer denkt gar nicht dran zu kneifen. Getragen vom Anliegen läuft er weiter und weiter, die Hunde weichen zurück und die Gefahr ist gebannt.

7.15 Uhr: Wir übergeben die Fackel und alles Weitere an die nächste Läufergruppe und begeben uns völlig ausgelaugt, aber zufrieden auf den Weg zur nächsten Unterkunft

10.00 Uhr: Endlich ins Bett

16.00 Uhr: Mittlerweile ist schon ein großer Teil der Gruppe da und hat die Unterkunft bezogen. Ein kleiner Mittagssnack wird verzehrt und danach gehen wir noch ans Meer.

21.00 Uhr: Wir treffen uns zum Abendgebet in der Kapelle. Ich lasse mir den ereignisreichen Tag noch einmal durch den Kopf gehen und bin dankbar dafür, dass wir hier gesund und zufrieden den Abend abschließen können.

23.00 Uhr: Aufgaben, wie z.B. das Schreiben dieses Textes werden jetzt erledigt.
Ein Tag im Leben eines Fackelläufers ist super, aber er ist eben alles andere als normal.

Ein Bericht von David Brändle

Hay fuego

Hay fuego en mi que puedes compartir
No debes esperar para servir
Fuego soy, no hay fuego sin amor
Yo quiero ser senor tu seguidor

Es gibt ein Feuer in mir, an dem du teilhaben kannst.
Du must nicht warten um zu dienen
Ich bin ein Feuer, aber es gibt kein Feuer ohne Liebe
Herr, ich möchte dir nachfolgen

Und mit diesem Liedtext sagen wir gute Nacht. Die erste Gruppe läuft morgen um 2 uhr früh los.

Lichter und Lärm

In der Ferne sieht man Lichter, die immer näher kommen und immer heller werden…
Irgendwann hört man die ersten Geräusche…
Ein Gewitter zieht auf!

Ein leichtes Sommergewitter ist ja erstmal nichts schlimmes, doch Recherchen lassen das Orga-Team unruhig werden: Starke Sturmwarnung für die Region Sarzana, wo unser morgiges Etappenziel liegt.
Padua überschwemmt, in Pisa fällt der Schulunterricht aus und Helfer sind in die Regionen unterwegs, wo Überschwemmungen erwartet werden.

Mal gespannt, was da morgen auf uns zurollt…

P.S. Einige der Läufer freuen sich aber richtig auf den Regen: „Gibt es besseres als eine solche Etappe zu laufen und das Gefühl zu haben, das um einen herum die Welt untergeht?! Ich freue mich drauf“

Fackelläufer klagen!

Fackelläufer klagen!

Reporter der Fackellauf-Zeitung berichten über fiese Mückenplage in der Nähe von Castelligone de Pascaia, die zu großem Unmut führt. Die Situation ist so schlimm dass Läufer anfangen sich ständig selbst zu schlagen, um nicht gestochen zu werden. Einige Psychologen hegen Befürchtungen, dass diese Schläge irgendwann zu ernsthaften Verletzungen und Traumata führen könnten.
Es bleibt angespannt…

P.S. Dieser Eintrag ist natürlich absolut Schwachsinn und ist die Folge der ausgelassenen Stimmung des PR-Teams 🙂

Letzte Meter

Der letzte Bus ist auf den letzten Metern gibt das letzte- im Team!!!! 4 Läufer und 1 Radfahrer sind unterwegs.

Das Foto ist leider mit dem Tabletten nicht besser zu haben gewesen 😉

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Die Vigilfeier wirft ihren Schein voraus

Was für alle schön und ergreifend, echt und wirklich werden soll, will geprobt sein. Die Fackelläufer proben auf den langgezogenen Stufen im Park des Jugendzentrums „Opera per la Guventù“ in Castiglione schonmal für den finalen Einlauf der Fackel in die Pilgerarena am 17. Oktober. (Das ist fast wie eine Ministrantenprobe) – Während ein kleiner Rest fürs Abendessen schnippelt wie wild: Gemüserisotto

Läufer verloren

Hektik im Läuferbus: Läufer verloren! Nach einer Viertelstunde wildem durch die Gegend fahren finden wir ihn aber wieder- er war richtig, der Bus hatte sich verfahren! Navi und geplante Route stimmten nicht überein, wusste der Fahrer aber leider nicht.